Do 01-01-26 Ein gutes Neues Jahr Euch allen!

GuMo New Year! (Bolle featuring Kathrein 2015).

So schnell kann’s gehen. Schon wieder hat die Erde unsere Sonne einmal komplett umrundet. Und zwar mit einem Affenzahn. Kein Wunder, daß das dann so schnell geht. Immerhin waren dabei – da sind die Experten dieser Welt sich überwiegend einig – stattliche 940 Millionen Kilometer zurückzulegen. Und das in einem einzigen Jahr. So etwas ist natürlich nur zu schaffen, wenn man sich tüchtig sputet. Zum Glück tut die Erde das ja auch – und zwar mit 30 Kilometern pro Sekunde. Oder – was aufs gleiche hinausläuft – mit über 100.000 Kilometern pro Stunde. Da kann der stärkste Polenböller (mit einer vergleichsweise albernen Explosionsgeschwindigkeit von nur etwa einem einzigen läppischen Kilometer pro Sekunde) bei weitem nicht mithalten. Daher ist es vermutlich oft auch so zugig, wenn man vor die Türe geht. Aber was weiß Bolle schon?

Zunächst dachte Bolle ja auch, Kathreins Ablichtung des jungen Neujahrsmorgens in den hiesigen Häuserschluchten sei heute genau 10 Jahre alt geworden. Allein das wäre Grund genug gewesen, sie für unser heutiges neujährliches Sonntagsfrühstückchen auszuwählen. Aber schon wieder falsch. Heute – da muß Bolle sich erst noch dran gewöhnen – schreiben wir ja schon das Jahr 2026 (!). Also ist es doch schon wieder ölf Jahre alt, das Bild. Nun denn: Besser spät als nie – und warum überhaupt sollte man einer übertriebenen Hingabe an das Dezimalsystem frönen? Nur weil man zufälligerweise zehn Finger hat? Man ist, doch dies nur ganz am Rande, versucht zu sagen: Immer noch – trotz aller Polenböller in der Silvesternacht. Nachzählen nützt im Zweifelsfalle!

Richtig ist dagegen, daß dieses unser gegenwärtiges Jahrhundert hier und heute schon wieder zu einem vollen Viertel abgelaufen ist. Da beißt die Maus kein‘ Faden ab. Unsere Urgroßeltern übrigens befanden sich damals, vor 100 Jahren, zumindest hier in Berlin, inmitten der Goldenen Zwanziger (1924–1929). War’s besser? War’s schlechter? Oder ist das alles ohnehin nur ein Ringelspiel – mit unsereinem mittendrin? Nun, auf jeden Fall sollte es seinerzeit recht bald rapide schlechter werden. Da können wir nur hoffen, daß sich Geschichte nicht allzu dolle wiederholt – aller zweifelhaften Classe politique zum Trotze. Kieken wa ma. Humor ist schließlich, wenn man trotzdem lacht.

Und? Wo bleibt das Positive? Das Positive ist: Morgen ist schon wieder Wochenende. So gesehen fängt das Jahr gut an. Und da sage noch einer, alles sei schlecht. Das aber ist dann doch schon wieder ein ganz anderes Kapitel.

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